Donnerstag, 31. Juli 2008

Anreise

Ich bin am 23.07.08 von Berlin Tegel um 10:25 Uhr morgens mit meiner Gastfamilie losgeflogen, was auch ohne Probleme verlief. Auch der Flug ueber den "grossen Teich" von Frankfurt nach Washington D.C. lief ohne erwaehnenswerte Ereignisse ab, ausser dass wir eine halbe Stunde Verspaetung wegen "schlechten Wetters" (es war zwar bedeckt, von Regen und Unwettern jedoch keine Spur) hatten. Allerdings hat der Anschlussflug nach Knoxville ebenfalls warten muessen. Wir sind dann also in das Miniflugzeug nach Knoxville eingestiegen. Und warteten dann auf die Starterlaubnis. Der Flug nach Knoxville wuerde nicht laenger als 1 Stunde dauern! Allerdings kam nach ca. 15 min. die Meldung von dem Piloten, dass es vielleicht keine Starterlaubnis geben wuerde wegen schlechten Wetters! Wir guckten abermals aus dem Fenster und es kam im ganzen Flugzeug- also von vielleicht 25 Leuten insgesamt, denn das Flugzeug war voll besetzt- allgemeine Verwunderung und Unruhe auf, denn es war wirklich sehr komisch, was das Wetter da vor unseren Augen machte. Naemlich nichts! Wirklich es waren immernoch die vorhin erwaenhten Wolken am Himmel, aber alle Wolken waren normale, weisse, keineswegs blaue, dunkle Unwetterwolken, wie wir sie alle erwartet haetten. Also sassen wir ueber 90 min eingepfercht in dem wirklich kleinen Flugzeug auf der Startbahn (wie gesagt unser Flug haette hoechstens 60 min. gedauert!). In der Hoffnung doch noch die ersehnte Starterlaubnis zu bekommen warteten wir also.... Dann endlich nach 2 Stunden kamen wir am Flughafen an! Aber nein, nicht am Flughafen in Knoxville, sondern in Washington D.C., von dem wir eigentlich hatten losfliegen wollen. Aber der Tower hat sich in seiner ganzen Weisheit dafuer entschieden ALLE Fluege zu streichen, statt uns unsern 1-Stunde-Flug zu genehmigen! Wir also raus aus dem Flugzeug (was dann sich aber doch ganz gut anfuehlte, denn das Flugzeug war WIRKLICH klein) in die Schlange vom Kundenschalter der United Airlines, wo wir dann auch die naechste Stunde lang Schlange standen... Jetzt hat es bereits angefangen zu nieseln. Uns wurde dann schliesslich gesagt, dass unser Flug auf den naechsten Tag umgebucht wurde. Wir haben dann also den Flughafen verlassen, wo wir festellten, dass es ungefaehr 4 Stunden nach den ersten Unwetterwarnungen wirklich angefangen hat doll zu regnen!! Dumm nur ,dass wir in dieser Zeit gut zweimal nach Knoxville hin und zurueck geflogen waeren. Aber naja an diesem Abend hat uns dann aber auch wirklich nichts mehr wirklich interessiert, ausser so schnell wie moeglich was zu Essen zu bekommen und ein Bett. Wir wurden dann von einem Flughafenshuttle ins naechste Hotel gefahren. Zu Fuss ging es dann fuer uns weiter zum naechstgelegenen Restaurant, wo ich mein erstes amerikanisches Essen bestellte. Ich bestellte BBQ-Rippchen mit Pommes und es schmeckte echt richtig, richtig lecker. Aber das musste es auch, denn sonst haette ich diese Portion niemals runterbekommen, denn die Teller werden hier echt so voll wie moeglich gepackt und die Teller sind hier sehr, sehr gross. Kein Wunder also, dass hier vielleicht jeder 5. Restaurantgast fett ist. In Fastfoodrestaurant sogar noch mehr. Ausserdem gibt es hier in ueberall so genannte "free refills" (also wenn man z.B. eine cola bestellt, wird die einem immer wieder aufgefuellt). Jetzt habe ich mich zwar dran gewoehnt, aber in den ersten Tagen hat mich das fast umgebracht, weil ich wirklich alle halbe Stunde aufs Klo musste ;). Nachdem wir dann alle aufgegessen haben, gingen wir schlafen in der Hoffnung der naechste Tag wuerde, was das Wetter angeht, besser werden. Doch der Himmel war wieder wolkig und bedeckt, weswegen meine Hoffnungen schwanden....doch welch Ueberraschung unser Flug wurde trotz Wolken nicht gestrichen. Wir erreichten Knoxville, Tennessee dann um 2 Uhr nachmittags. Das Haus von Beth (siehe Einleitung) ist ein wirklich schoenes Haus direkt am See, wo ich meine ersten Tage verbracht habe. Beth ist eine richtig nette, immer lachende, energiegeladene, alte Dame mit der wir dann auch gleich wieder das naechste Restaurant gepluendert haben. Wir sind nicht direkt zu ihrem Haus gefahren, weil wir noch Sebastian abholen wollten. Sebastian ist ein ehemaliger Austauschschueler aus dem Jahr 2001/02, der eine Woche zu Besuch hier war . Ich hab mich sehr gut mit ihm verstanden, leider reist er heute allerdings wieder ab, aber alfredo mein zukuenftiger venezulanischer Gastbruder kommt am 02.08. an, weswegen ich nicht allzu lange allein bleiben werde, zumal ich schon relativ viele Jugendliche hier in Somerset kenne. Aber immer der Reihe nach. Sebastian kam dann also auch an und wir sind zusammen zu dem Haus am See gefahren. Ich bin also nach einer sehr langen Reise endlich angekommen.

In Amerika, dem Land der Traeume....(ok ist vielleicht wirklich ein kleines bisschen kitschig :D)