Dienstag, 5. August 2008

Knoxville

Wir sind am Freitag wieder nach Knoxville gefahren, denn Alfredo (mein venezulanischer Bruder) sollte nun endlich am Samstag ankommen. Am Samstag sind wir dann also zum Flughafen gekommen und (man mag es kaum glauben) aber das Flugzeug mit dem er ankommen sollte, hatte schon wieder Verspaetung...Aber dann endlich, nachdem wir ca. 2 Stunden am Flughafen gewartet haben, war er da...und das erste was mir bei ihm aufgefallen ist: er ist klein, aber so richtig. Er ist fast einen Kopf kleiner als ich.....wenn er sich auf Zehenspitzen stellt. Aber er ist wirklich nett, auch wenn er glaube ich, von dem was ich ihm erzaehlt habe nicht wirklich viel verstanden hat, weil sein Englisch nicht soo gut ist.
Als wir dann wieder zu Hause angekommen sind, wollte er auch so gleich Wakeboard fahren......und wie gesagt wakeboarden ist, vorallem wenn man weder, Snowboard fahren, noch Wasserski fahren kann, wirklich schwer. Aber das wollte er gar nicht hoeren und ist also sogleich mit dem Wakeboard ins Wasser. Naja 5 min spaeter hat er die Wasserski probiert, was er auch nach ungefaehr 25 min gemeistert hat. Nachdem er dann ein bisschen Ski gefahren hat, wollte ich das Kneeboard ausprobieren. Das Kneeboard ist vergleichbar mit dem Wakeboard, nur dass es kuerzer ist und man mit dem Oberkoerper in Fahrtrichtung kniet. Kniet? Ja richtig, denn das Kneeboard heisst Kneeboard weil man darauf nicht steht, sondern kniet. Es ist ziemlich einfach zu fahren, klingt aber kompliziert, wesewegen ich mich lange Zeit nicht rangetraut habe. Also um auf das Board raufzukommen, muss man sich auf das Board legen, sodass die Beine hinten rueberhaengen. Mit der einen Hand muss man dann die Leine halten und mit der anderen muss man das Kneeboard hochziehen, damit es ueber dem Wasser ist. Wenn das Boot dann anfaehrt muss man sich mit der einen Hand an der Leine ranziehen und dann mit einem Satz sich selbst so hochdruecken, dass die Knie in die dafuer angefertigten Schalen rutschen. Tja und dann ist man oben und kann fahren....ich sag doch es klingt kompliziert. Es ist aber wirklich nicht schwer, weswegen ich es nach hoechstens 3 unerfolgreichen Anlaeufen aber auch geschafft habe und wenn man erstmal oben ist, ist der Rest noch einfacher. Man steuert einfach mit dem Oberkoerper in die gewuenschte Richtung und das Board erledigt den Rest. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, weswegen ich nach 20 min mit dem Kneeboard meinen ersten 360 (gespr. three-sixty) geschafft habe. Das ist eine Sprung, bei dem man sich einmal um die eigene Achse dreht. Alfredo hat gestern endlich auch das Kneeboard geschafft und versucht jetzt hardnaeckig auch das Wakeboard zu knacken......
Ich glaube ihm gefaellt es hier auch echt gut.
Eine andere Sache, die hier jetzt noch Erwaehnung verdient ist, dass Lori am Sonntag ihren 37. Geburtstag hat und dass Alfredo und ich sie zu dem neuen Batmanfilm eingeladen haben, den sie schon lange sehen wollte.
Der Film ist echt richtig gut und ihr solltet ihn euch alle angucken :D

Montag, 4. August 2008

Tiere

Es gibt hier wirklich alle moeglichen Arten von Tieren. In Somerset haben wir 2 Hunde und 2 Katzen, die ich aber nie sehe, weil sie entweder vor mir weglaufen (keine Ahnung warum...), oder aber von den Hunden verscheucht werden. Der eine Hund heisst Soccer, ist extrem faul, ein kleines bisschen dumm und ein wenig fett. Der andere Hund ist so ziemlich das komplette Gegenteil. Rosi (!) ist extrem hyperaktiv (anstatt zu laufen RENNT sie ueberallhin und wenn sie einen sieht, springt sie einem fast bis zur Brust!), aber relativ intelligent (,wenn man das fuer einen Hund so sagen kann). Beth (in Knoxville) hat auch noch einen Hund, der Bugeye heisst und den ich von den dreien am liebtsen mag. Denn er ist weder so faul wie Soccer, noch so ueberdreht wie Rosi und hat ein richtig tolles Fell. Ausserdem gibt es hier auch so ziemlich alle exotischen Tierarten wie Kolibries (ich hab versucht Fotos zu machen, aber alle sind voll verschwommen, weil die Fluegel so schnell geschlagen haben), Eidechsen, ziemlich grosse Spinnen und was es sonst noch so alles in sehr feucht\warmen Regionen gibt....wie zum Beispiel Schlangen. Als wir letztens in Knoxville durch den Wald gegangen sind, um die Hunde ein bisschen auszufueren, haben die Hunde auf einmal richtig laut angefangen zu bellen. Grund dafuer war eine schwarze, so ungefaehr 1,50 m lange, Schlange, die sich sehr schnell an uns vorbeigeschlaengelt hat. Sie hat wahrscheinlich durch die Hunde Angst bekommen, was mir auch ganz recht so war, denn ich haette diese Schlange im Unterholz niemals gesehen. Steve meinte danach, dass ich dann wohl meine erste mittelgrosse Schlange gesehen haette......mittelgross..., wenn das eine mittelgrosse Schlange war, dann hab ich echt Bammel vor den grossen.... :)

Sonntag, 3. August 2008

WHO LET THE DOGS OUT ?!?!.........uhm sorry!!!

Tja Fettnaepfchen...wo man auch geht und steht nirgentswo ist man vor ihnen sicher.... Da ist Amerika leider keine Ausnahme, wie ich gleich an meinem ersten Tag in Somerset feststellen durfte, denn ich (nett wie ich sein wollte :) ) wollte die Tuer fuer Steve oeffnen, der gerade nach Hause gekommen ist. Tja dummerweise habe ich nicht daran gedacht, dass die Hunde ohne Leine nicht raus duerfen. Sobald ich also die Tuer geoeffnet habe, sind sie mit einem Affenzahn hinausgestuermt. Ich bin dann also hinterhergerannt und Steve hat mir noch hinterhergerufen, dass ich eigentlich nur Soccer (den faulen, fetten Hund) einfangen muss, weil Rosi Soccer sowieso immer hinterherlaueft. Tja ich bin also hinter Soccer hergerannt und hab mich nicht um Rosi gekuemmert. Jetzt denkt ihr vielleicht, dass es doch kein Problem sein sollte einen Hund wie Soccer zu fangen....sollte es auch nicht, aber dummerweise war ich barfuss.....auf Kieselsteinwegen, die dann auch noch zu allem Ueberfluss schlammig waren (es hatte am Tag zu vor mal ausnahmsweise geregnet), weswegen ich nicht gesehen habe, wohin ich gerannt bin. Und was ihr vielleicht auch noch wissen sollten hier gibt es ziemlich viele dornige Pflanzen am Wegesrand. Ich hab Soccer aber trotzallen Uebels bekommen und hab sie nach Hause gebracht und Rosi ist wirklich hinterhergekommen, was mich doch recht ueberrascht hat. Zu Hause angekommen hab ich dann erstmal den Dreck von meinen Fuessen gewaschen und hab bemerkt, dass die Kieselsteinwege wohl doch nicht nur aus Kieselsteinen bestanden haben, sondern zu gewissen Teilen aus Glassplittern, die ich, wie ich glaube alle in meinen Fuessen wiedergefunden habe....aber naja jetzt ist alles wieder verheilt und ich weiss jetzt ganz genau, dass man die Hunde nicht rauslassen darf :).
Eine andere Sache ist, dass man hier mit Hoefflichkeitsfloskeln wie "ich helf dir gerne, wenn du willst, obwohl ich EIGENTLICH keine Zeit habe....." echt vorsichtig sein muss, denn hier nimmt man das echt woertlich. So geschah es dann vorgestern in Knoxville, dass ich den GESAMTEN Tag damit verbracht habe, den Weg zu dem Haus mit einem Hochdruckreiniger zu saeubern, weil ich Beth angeboten habe ihr zu helfen, statt Wakeboard zu fahren.....

Ein anderes Missgeschick, das mir hier manchmal (ohne Vorwarnung oder erkenntlichen Grund) passiert ist, dass ich manchmal einfach so anfange auf deutsch loszuplappern und das auch in englischen Saetzen...und das Schlimmste dabei ist, dass ich das erst danach bemerke. So kann es schonmal vorkommen, dass ich Steve auf deutsch irgentetwas erzaehle, was er dann natuerlich nicht versteht und dann nachdem mir klar geworden ist, dass ich gerade deutsch gesprochen habe, es nochmal auf englisch wiederholen muss.

Naja ich hoffe mal, dass mir das in der Schule nicht passiert ;) .